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Die Geschichte der Wäscherei Eberswalde fing mit Eduard Targatz an. 1928 gründete er die Firma „Waschanstalt Eduard Targatz“ im damaligen Stadtteil Heegermühle, dem heutigen Finow. Er war erfolgreich. Zehn Mitarbeiter hatten in der Anfangszeit täglich bis zu 300 Kilogramm Haushalts- und Hotelwäsche zu bearbeiten. Bereits damals lieferte man aus – mit einem 2-Tonner-Chevrolet-Lastkraftwagen.

Die Entwicklung der Wäscherei in Eberswalde schritt in der Folge rasch voran. Reinigungs- und Wäschereiarbeiten waren überall gefragt. Sie wurden gern in Anspruch genommen. Bis kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wuchs die Belegschaft der Wäscherei bereits auf zirka 30 Mitarbeiter.

Bis zu 50 Angestellte für zwei Tonnen Wäsche

In den Kriegsjahren musste man sich aber zunehmend dem Waschen für die deutsche Wehrmacht widmen. Daran führte auch für unsere Wäscherei kein Weg vorbei. In Spitzenzeiten kümmerten sich täglich bis zu 50 Angestellte um zwei Tonnen Wäsche.

Nach dem Ende des Krieges wurde es zunächst nicht besser. Die Sowjetarmee beschlagnahmte den Wäschereibetrieb. Sie verpflichtete die Belegschaft erneut zum Waschen von Militärwäsche. Glücklicherweise erfolgte dann im Jahre 1948 die Rückgabe an die Familienunternehmer. Mit zehn Mitarbeitern wurde also anschließend neu durchgestartet.

1956 wurde an der Angermünder Straße 10 ein komplett neues Werk errichtet. Dieses, als Werk II bezeichnete Gebäude, diente fortan ausschließlich zur Reinigung der Wäsche der sowjetischen Armee. Der ursprüngliche Betrieb hatte endlich wieder freie Kapazitäten für den zivilen Bereich. Inzwischen wuchs die Nachfrage aus der Bevölkerung und von Unternehmen in den fünfziger Jahren stetig.

Krankenhaus- Militär-, Haushalts- und Hotelwäsche

Bis 1972 stieg die Tagesleistung auf zwölf Tonnen Wäsche. Eine beachtliche Menge. Zu dieser Zeit sorgten 150 Mitarbeiter in zwei Schichten für die Umsetzung des Reinigungsauftrages. Mit der Bearbeitung von Krankenhauswäsche eröffnete sich damit neben Militär-, Haushalts- und Hotelwäsche ein weiteres lukratives Betätigungsfeld für die Wäscherei. Außerdem wurde die Dienstleistungspalette in den folgenden Jahren um die chemische Reinigung und einen Schmutzfangmattenservice erweitert.

In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfolgte die unvermeidliche Enteignung durch den DDR-Staat. Ab 1972 musste die Wäscherei Eberswalde den Namen „Volkseigener Betrieb (VEB) Wäscherei Eberswalde“ führen. Heinz Targatz durfte zwar zunächst als Betriebsdirektor weiterhin in seinem einstigen Unternehmen tätig sein, doch schließlich kam es 1984 zu einem politischen Zerwürfnis. Dadurch musste er ausscheiden. Heinz Targatz war nie Mitglied der SED.

Im Folgenden hatte er keinen Einfluss mehr auf die Geschicke des elterlichen, nunmehr staatlichen Unternehmens. Die Dinge einfach hinzuwerfen, war aber seine Sache nicht. Heinz Targatz hatte infolgedessen 1985 den Mut, einen Gardinenservice in Marienwerder bei Eberswalde zu gründen.

Gründung „Wäschereibetriebe Targatz GmbH”

Nach der Wende erfolgte 1990 die Rückübertragung der Wäscherei in private Hand. Heinz Targatz gründete die „Wäschereibetriebe Targatz GmbH“. Es gab viel zu tun, denn durch ausgebliebene Investitionen während der DDR-Zeit, waren Maschinenpark und Gebäude veraltet und stark verschlissen.

Die Wäscherei Eberswalde wurde daher umfassend rekonstruiert und modernisiert. Schon im August 1990 ging die erste moderne Waschstraße in Betrieb. Ein Jahr später stellten wir bereits die Wärme- und Dampferzeugung für die Wäscherei und die Reinigung auf Heizöl um. Das war deutlich effektiver, kostengünstiger und umweltschonend.

1991 wurde die Wäscherei Targatz Mitglied des Deutschen Textilreinigungsverbandes. Bereits ein Jahr später traten wir als Franchisenehmer dem Rentex-Franchise-Verbund bei und gründeten die RENTEX GmbH Eberswalde. Daraus ergab sich die Möglichkeit ein Operations-Center einzurichten, dass für die Bearbeitung moderner OP-Textilien diente. Hier werden OP-Mäntel und Abdeckungen sterilisiert. Dieser Bereich ist seit 1993 in Betrieb.

Die Qualität war und ist immer unser Grundsatz. Natürlich ist das Wäschereiunternehmen seit 1996 nach DIN EN ISO 9002 zertifiziert. Unser erstes Gütesiegel nach RAL 922/1 erhielten wir ebenfalls 1996. Alle Qualitätssiegel werden ständig aktualisiert und den neuesten Anforderungen angepasst.

Das Familienunternehmen wurde 2017 unter den Namen Wäschereimeister Stefan Targatz UG neu gegründet.

Die Wäscherei Eberswalde setzt auf Umweltschutz

Wir wollen auch zukünftigen Generationen in Eberswalde eine saubere Umwelt hinterlassen. Das liegt uns am Herzen. Bereits 1997 erfolgte daher die Errichtung einer vollbiologischen Kläranlage. Im Jahre 1998 wurden alle bis dato eigenständigen Teilbereiche des Unternehmens mit dem Hauptunternehmen Wäschereibetriebe Targatz GmbH verschmolzen. Die Güte- und Hygienezeichen wurden daraufhin auf die Bereiche für Wäsche aus Lebensmittelbetrieben erweitert. Im Jahre 2001 beschäftigten alle Targatz-Unternehmen in Eberswalde insgesamt 135 Mitarbeiter.

Das einzig Beständige ist doch der Wechsel. So gehen die Gebrüder Targatz heute nun wieder getrennte Wege. Beide Wäschereien befinden sich aber nach wie vor an der Angermünder Straße im Eberswalder Ortsteil Finow. Stefan Targatz setzt dabei auf Wäscherei-, Reinigungs- und Teppichreinigungen für kleinere Betriebe und private Haushalte in Eberswalde, Bernau und im Barnim.

Sie wollen mehr über unsere Geschichte erfahren? Besuchen Sie unser Wäschereimuseum.